CROWDFUNDING ZUR ENTWICKLUNG DER CROWDINVEST PLATTFORM FÜR SOLIDARISCHE UND REGIONALE LANDWIRTSCHAFT

Sonnenaufgang am Luzernenhof

73.000€

von 140.000€ für die nächsten Kampagnen

EINE AGRARREVOLUTION VON UNTEN

Im 2. Halbjahr 2017 begann die Kulturland Genossenschaft die Entwicklung einer eigenen CrowdInvest Webseite. Die erste Pilot CrowdInvest Kampagne wurde am biodynamischen Luzernenhof durchgeführt (crowdinvest.Luzernenhof.de) und übertraf alle Erwartungen. Zum Ende der Kampagne beteiligten sich über 100 GenossInnen, KreditgeberInnen und GönnerInnen mit 958.500 Euro an der Finanzierung von landwirtschaftlichen Flächen sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Zudem konnte der Hof 80 neue Mitglieder (davon 20 auf der Warteliste) für seine solidarische Landwirtschaft gewinnen und somit die langfristige Wirtschaftlichkeit für den Hof sichern.

In einer 2. Phase der Entwicklung sollen die Erfahrungen der 1. Kampagne aufgearbeitet werden um Abläufe zu optimieren und ein replizierbares Konzept ausgearbeitet werden. Die CrowdInvest Webseite vom Luzernenhof soll zu einer hofübergreifenden CrowdInvest Plattform weiterentwickelt werden. Im Sommer und Winter 2018 sollen zwei weitere Pilot Kampagnen mit solidarischen und regionalen Landwirtschaften durchgeführt werden. Das Ziel ist jeweils 500.000 Euro an Kapital für Land und/oder Gebäude zu akquirieren und ggf. je 50 neue SoLaWi Mitglieder für die Höfe zu gewinnen.

Das Ziel dieser CrowdInvest Plattform ist die Entwicklung einer grundsätzlich neuen Finanzierungsstrategie für Boden und Gebäude für solidarische Landwirtschaftsinitiativen und regional eingebundene Biohöfe. Es soll jungen, motivierten und kompetenten Menschen ermöglicht werden zu fairen Bedingungen und ohne Schulden auf Höfen zu leben und zu arbeiten. Um dies zu gewährleisten, bauen wir auf gemeinschaftliches Eigentum an Land sowie der Wohn- und Wirtschaftsgebäude ("Neue Allmende"). Investitionen in Betriebsmittel bleiben in der Verantwortung der Bewirtschafter. Breit angelegte Öffentlichkeitskampagnen sind notwendig um Menschen für dieses Konzept zu gewinnen und die Transformation hin auf eine nachhaltige Landwirtschaft voranzutreiben.

73.000€

von 140.000€ für die nächsten Kampagnen

Einfache Spenden

Wenn keine Spendenquittung fürs Finanzamt benötigt wird.

Kulturland eG
GLS Gemeinschaftsbank
IBAN: DE91 4306 0967 2047 4713 00
BIC: GENODEM1GLS

Verwendungszweck "Crowdinvest Plattform"

Absetzbare Spenden

Gemeinnützig anerkannt und steuerlich absetzbar.

Schweisfurth Stiftung
GLS Gemeinschaftsbank
IBAN: DE65 4306 0967 8200 8080 00
BIC: GENODEM1GLS

Verwendungszweck "Kulturland Öffentlichkeitsarbeit"

Spenden an die Schweisfurth Stiftung sind steuerlich absetzbar. Für Zuwendungen bis 200 Euro pro Jahr können Sie diese Spendenbescheinigung (PDF Download) einfach zusammen mit einem Zahlungsbeleg (Kontoauszug / Bareinzahlungsbeleg) beim Finanzamt einreichen.

Für Spenden über 200 Euro jährlich sendet die Stiftung Ihnen gerne eine Spendenquittung zu. Bitte senden Sie dafür Namen und Anschrift per Mail an info@schweisfurth-stiftung.de oder rufen Sie an unter 089 17 95 95 10.

PROBLEMSTELLUNG: BAUERNLAND NICHT MEHR IN BAUERNHAND

Seit Ausbruch der Weltfinanzkrise 2008 fließt immer mehr Spekulationsgeld von außerlandwirtschaftlichen Investoren in Äcker, Grünland und Wald als sicherer Hafen für ihre Geldanlage. Dies weil in Deutschland ein griffiges bäuerliches Bodenrecht fehlt. Als Folge haben sich die landwirtschaftlichen Bodenpreise in Deutschland alleine in den letzten 9 Jahren im Schnitt mehr als verdoppelt.

So sind heutige Hofübernahmen häufig mit jahrzehntelanger Verschuldung verbunden oder finanziell untragbar. Obwohl Nachwuchs an motivierten, kompetenten Menschen in der Landwirtschaft vorhanden wären, verfügen diese Menschen nicht über das notwendige Kapital um Höfe und Land zu übernehmen, welches traditionell an die nächste Bauerngeneration vererbt wurde. Bestehende Höfe stehen in einem unaufhörlichen finanziellen Überlebenskampf. Die Folge davon ist, dass immer weniger Menschen mit immer größeren Maschinen immer größere Flächen bewirtschaften. Soziale und ökologische Gedanken finden in dieser Art der Landwirtschaft immer weniger Platz.

DIE LÖSUNG: GEMEINSCHAFTSEIGENTUM UND SOLIDARISCHE LANDWIRTSCHAFT

Eine neue Allmende: Um der Spekulation mit landwirtschaftlichem Land Einhalt zu gebieten und die Landnutzung auf eine nachhaltig biologische Wirtschaftsweise umzustellen, wurde die Kulturland Genossenschaft ins Leben gerufen. Über die Kulturland Genossenschaft können KundInnen, BürgerInnen und Freunde gemeinschaftlich Eigentümer von Boden werden. Dieser Boden wird so dem Spekulationsmarkt entzogen und langfristig an ökologisch wirtschaftende und regional eingebundene Betriebe verpachtet.

Solidarisches Wohnen und Wirtschaften: Das Mietshäuser Syndikat ist eine in Deutschland singuläre, kooperativ und nicht-kommerziell organisierte Beteiligungsgesellschaft zum gemeinschaftlichen Erwerb von Häusern, die selbstorganisiert in Gemeineigentum überführt werden, um langfristig bezahlbare Wohnungen und Raum für Initiativen zu schaffen. Es beteiligt sich an Projekten, damit sie dem Immobilienmarkt entzogen werden und nicht weiterverkauft werden können. Die Projekte bleiben dabei autonom, das Syndikat hat nur ein begrenztes Vetorecht, für grundlegende Fragen wie den Verkauf. Mittlerweile sind bereits 124 Hausprojekte in Deutschland am Mietshäuser Syndikat beteiligt.

Die gemeinschaftliche Finanzierung von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden in der Landwirtschaft wurde am Luzernenhof Bundesweit zum ersten Mal umgesetzt – mit Erfolg. Diesem Beispiel sollen nun weitere Höfe folgen.

Gemeinschaftsgetragene Produktion von Lebensmitteln: Bei der gemeinschaftsgetragenen solidarischen Landwirtschaft bezahlen Verbraucher nicht die einzelnen Erzeugnisse, sondern finanzieren dem Hof die Produktionskosten. Die Höfe haben dadurch ein gesichertes Einkommen und Planungssicherheit. Die Verbraucher erhalten im Gegenzug Einblick und Einfluss auf die Produktion. Produzenten und Verbraucher begegnen sich so direkt und werden zu einer Gemeinschaft - eine Gemeinschaft die gemeinsam und unabhängig von Marktbedingungen die Landwirtschaft nachhaltig und fruchtbar gestalten kann.

RÜCKBLICK: KAMPAGNE LUZERNENHOF

Die Luzernenhof CrowdInvest Kampagne startete am 11. Januar und endet am 10. Februar 2018. Im Vorfeld der Kampagne wurde die CrowdInvest Webseite programmiert und inhaltlich gestaltet. Ein professionell produzierter Film über den Hof war ein wesentliches Kernelement der Kommunikationsstrategie. Dieser Film wurde im Vorfeld zusammen mit thematisch passenden Filmen an 3 Filmabenden vorgeführt. Zudem wurden Standaktionen und eine eigens veranstaltete Podiumsdiskussion zum Auftakte der Kampagne durchgeführt. Die Anlässe wurden mit über 300 Anwesenden gut besucht.

Eine aktive Kommunikation mit Journalisten und Redaktionen regionaler und überregionaler Medien resultierten in einer erfreulichen Anzahl an Berichten, unter anderem ein 5-minütier Beitrag im SWR Fernsehen, die Titelstory der Regionalzeitung Markgräfler Bürgerblatt, und mehrfache umfassende Berichte im Der Sonntag, Badischen Zeitung, Schwäbischen Tagblatt, und der Badische Bauernzeitung.

Zudem baute die Kampagne eine sehr aktive Präsenz in den sozialen Medien auf und konnte dort über gezielte Werbung über 30.000 Personen erreichen.

Die Kampagne in Zahlen

Kulturland Anteile für das Land 356.500 €
Direktkredite für die Gebäude 570.000 €
Schenkung an den Luzernenhof 31.000 €
Schenkung an die Kulturland eG 1.000 €
Summe 958.500 €
Anzahl GenossInnen 68
Anzahl DirektkreditgeberInnen 86

In etwa 2/3 der Beteiligungen stammten aus dem direkten oder indirekten sozialen Umfeld des Hofes.

Stimmen der UnterstützerInnen

 

DAS VIDEO ÜBER DEN LUZERNENHOF

PROJEKTBESCHREIBUNG: CROWDINVEST PLATTFORM FÜR SOLIDARISCHE UND REGIONALE LANDWIRTSCHAFT

Das Ziel der CrowdInvest Plattform der Kulturland Genossenschaft ist die Entwicklung einer neuen Finanzierungsstrategie für die Sicherung von Boden und Gebäude für solidarische Landwirtschaftsinitiativen und regional eingebundene Biohöfe. Es soll jungen, motivierten und kompetenten Menschen ermöglicht werden, zu fairen Bedingungen und ohne Schulden auf Höfen zu leben und zu arbeiten. Um dies zu gewährleisten, nutzen wir das von den gemeinnützigen Trägern der 1980er Jahre entwickelte Konzept der "neuen Allmende", also des gemeinschaftlichen Eigentums von Land sowie der Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Zudem ist eine breit angelegte Öffentlichkeitskampagne notwendig um Menschen für das Konzept einer solidarischen und regionalen zu gewinnen.

Im Projektzeitraum sollen mindestens zwei vollständige CrowdInvest-Kampagnen durchgeführt werden, für die wir mit regionalen Partnerbetrieben zusammenarbeiten, die einerseits das größte Potential bergen (über ein solides soziales Umfeld verfügen) und gleichzeitig am meisten von den Kampagnen profitieren können (Finanzierung von Land, Gebäuden sowie Gewinnung von neuen Mitgliedern). Je nach aktuell vorgefundenem Bedarf auf den Höfen im Projektzeitraum kommen hierfür neben solidarischen Landwirtschaften auch regional eingebundene Familienbetriebe oder Betriebsgemeinschaften in Betracht, oder eine gemeinsame Kampagne für mehrere kleinere Höfe in einer Region. Die Auswahl der Betriebe und Abstimmung der Vorgehensweise mit den Partnern ist Teil des Projektes.

Die Kampagnen bauen auf das Knowhow der erfolgreichen ersten Crowdfunding am Luzernenhof auf und werden die Abläufe optimieren und ein replizierbares Konzept für zukünftige Kampagnen erarbeiten. Sie sollen im Sommer und Winter 2018 durchgeführt werden. Das Ziel ist jeweils 500.000 Euro an Kapital für Land und/oder Gebäude zu akquirieren und ggf. je 50 neue Mitglieder für die Höfe zu gewinnen.

Kernelement der Kampagne ist die Weiterentwicklung der CrowdInvest Webseite und die Erstellung einer CrowdInvest Plattform (siehe: www. Luzernenhof.de). Die zukünftige Plattform zeigt zum einen den Finanzierungsstand aller Kulturland Projekte, mit Möglichkeit direkt zu finanzieren, zum anderen können auf der Plattform mehrere Kampagnen parallel und eigenständig durchgeführt werden

Es soll jeweils ein speziell für soziale Medien konzipiertes Kurzvideo und ein längeres Porträtvideo produziert werden. Das kurze Video soll die Zusehenden emotional packen und sie dazu bewegen dieses in Ihrem sozialen Umfeld via Facebook, Email etc. zu teilen. Das längere Video soll die Höfe und deren Menschen porträtieren und Menschen möglichst inhaltlich überzeugen. In den Monaten vor der eigentlichen Crowdfunding Kampagne werden mehrere Filmabende, Events, Vorträge und eine Podiumsdiskussion organisiert.

Regionale und überregionale Medien werden gezielt angesprochen und über den Aufbau und Verlauf der Kampagne informiert.

Eine starke Präsenz in den sozialen Medien (Facebook) wird aufgebaut, um vor allem auch Menschen zu erreichen, die wenig Bezug zur Landwirtschaft haben. Vor allem jüngere Menschen die viel Zeit auf sozialen

Medien verbringen sollen auf die Höfe aufmerksam gemacht werden.

ZIELGRUPPEN

Soziales Umfeld

Die ausgewählten Höfe sind regional eingebundene Biobetriebe, z.B. solidarische Land wirtschaften. Das heißt, dass Haushalte ihre Produkte direkt vom Hof beziehen und eine direkte, persönliche Beziehung zum Hof und dessen Bewirtschaftern haben. Diese Menschen können über die Kampagne ihr soziales Umfeld mobilisieren und für das Projekt gewinnen.

Umweltbewusste Menschen

Personen die „theoretisch“ überzeugt von einem ökologisch und sozial ausgerichteten Leben und Wirtschaften sind, sich aber kaum bewusst sind, wo und welche Möglichkeiten es gibt dieses konkret zu unterstützen.

“Digital Natives“

vor allem junge Personen (20-35), die zu einem großen Teil mit den Augen auf PC, Smartphone und Co. gerichtet aufgewachsen sind. Diese Zielgruppe ist heute fast nur noch über digitale (vor allem soziale) Medien zu erreichen und kann wiederum ihr Bekannten- und Verwandten-Umfeld aktivieren.

PERSPEKTIVE

CrowdInvest Kampagnen sind ein innovativer und zeitgemäßer Ansatz, um eine immer weiter von der Landwirtschaft entwurzelte Gesellschaft für das Thema ökologischer und sozial integrierter Landwirtschaft zu sensibilisieren und Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich aktiv für das Thema zu engagieren. Am Ende dieser zwei Kampagnen soll die CrowdInvest Plattform voll ausgereift sein und die Abläufe für die Durchführung einer erfolgreichen CrowdInvest Kampagne für die Landwirtschaft optimiert und definiert sein. Dies soll ermöglichen das CrowdInvest Konzept ab 2019 zu skalieren.

Ab 2019 soll die ausgereifte Plattform auch anderen Akteuren zur Verfügung stehen, so könnte das Mietshäuser Syndikat eine eigene Plattform bekommen, womit die sozialen Wohnprojekte ihre Finanzierungskampagnen deutlich verbessern könnten und ein nicht-gewinnorientierter Träger könnte eine Plattform für Investments in beispielsweise Energiegenossenschaften und sozial-ökologische Startups bereitstellen.

 

BUDGET FÜR DIE ENTWICKLUNG DER CROWD-INVEST PLATTFORM UND 2 KAMPAGNEN

Projektplanung und Durchführung Kampagnen 36'600
Organisation vor Ort (Filmabende, Events, Hofführnugen usw.), inhaltliche gestaltung der Webseite, aktive Kommunikation nach außen
(Eigenleistung der Höfe)
20'000
Qualitätssicherungs- & Verwaltungsaufwand 2'745
Entwicklung CrowdInvest Plattform 45'750
Kampagnen Filme 16'000
Events: Filmabende, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Standaktionen 3'500
Werbemittel 3'500
Diverse Ausgaben (Lizenzen, Materialkosten, Spesen) 4'405
Reisekosten 7'500

Gesamtbudget

140'000
Finanzierung durch Kulturland Genossenschaft 30'000
Eigenleistung durch Höfe in der Form von geleisteter Arbeit 20'000
Zu finanzierender Betrag 90'000

Die Kulturland Genossenschaft kauft landwirtschaftliche Flächen, um sie der Spekulation zu entziehen und langfristig an regional eingebundene Öko- Betriebe wie den Luzernenhof zu günstigen Bedingungen zu verpachten. So wird landwirtschaftliches Land zum Gemeingut.

www.kulturland-eg.de

TEAM

Thomas Rippel

Thomas Rippel ist Fachmann für biodynamische Landwirtschaft und hält regelmäßig Vorträge und Workshops zum Thema ökologische Landwirtschaft. Er berät und managt nachhaltige Projekte in der Landwirtschaft und Wirtschaft. Thomas ist ehemaliger Fundraiser für Green Cross Schweiz und Projektleiter Fundraising Operations des Bodenfruchtbarkeits Fonds der Bio Stiftung Schweiz.

Stephan Illi

Stephan Illi ist Vorstand der Kulturland e.G. und war über 20 Jahre im Demeter-Verband aktiv, davon 7 Jahre als geschäftsführender Vorstand von Demeter Deutschland. Er ist Agraringenieur und ausgebildeter biodynamischer Landwirt sowie Berater für Organisationsentwicklung und Wertschöpfungsketten übergreifende Kooperationen.

Hannes

Hannes Steinhilber ist als Projekt- & Webentwickler Mitbegründer zahlreicher nachhaltiger Projekte wie das Crowdinvest am Luzernenhof und StadtWandler.org. In diesen macht er auch Bildungs-, Netzwerk- & Kampagnenarbeit. Aufgewachsen auf Selbstversorger- und Bioland-Projekten hat er seit jeher eine enge Beziehung zur Landwirtschaft.